Carol Bartz: Google muss sich breiter aufstellen

Google wird in Zukunft “ein Problem” bekommen, sollte sich das Unternehmen nicht breiter aufstellen. Der Suchgigant muss weit mehr bieten, als “nur eine Suche”, meint Carol Bartz. Und die muss es wissen, schließlich leitet die Top-Managerin eines der erfolgreichsten Web-Unternehmen weltweit: Yahoo. Laut Nielsen ist Yahoo eine der größten Websites mit weltweit mehr als 200 Millionen Nutzern im Monat.

Bei Yahoo aber mache das Suchgeschäft lediglich 50 Prozent des Business aus, bei Google sind es laut Bartz 99,9 Prozent. Google sei daher gut beraten, weitere Betätigungsfelder zu erschließen. “Google has to grow a company the size of Yahoo every year to be interesting”, erklärte Bartz in einem Interview mit der BBC.

Yahoo dagegen bietet über 70 Websites und Services. Viele davon stehen in 20 Sprachen bereit. Wirklich zu schätzen weiß man dieses Kapital bei Yahoo jedoch nicht. Kritiker werfen dem Unternehmen nicht nur seine Größe vor, auch nutze man das eingekaufte Know-how nur unzureichend. TechCrunch bezeichnete Yahoo gar als “Place where startups go to die”.

Bartz sieht das breite Angebot von Yahoo dennoch als Vorteil, der sich auf lange Sicht auszahlen werden. Selbst mit Facebook könne man es aufnehmen. Das Netzwerke stehle seinen Usern lediglich Aufmerksamkeit und Zeit. Social bedeutet, so Bartz, weit mehr als Facebook bietet, es steht etwa für Interaktion, Kommentare, Blogs und das Teilen von Bildern.

Da hat die Yahoo-Chefin absolut recht. Und da man auf Facebook weder Bilder teilen noch kommentieren kann, dürfte das knapp 500 Millionen fassende Netzwerk bald der Vergangenheit angehören. Und um den “Konkurrenten” Google braucht sich Bartz auch keine Sorgen machen. Da Google weder im Bereich Video, geschweige denn als Anbieter von Betriebssystemen oder Office Software auftritt, dürfte der Rückzug der Suchmaschine aus China eine deutliche Kerbe im Suchgeschäft hinterlassen. Derart geschwächt könnte das Unternehmen mit einem Börsenwert von über 165 Milliarden Dollar durchaus einer feindlichen Übernahme zum Opfer fallen. Vielleicht hat Yahoo Interesse? Immerhin kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von rund 23 Milliarden Dollar.

Mein Tipp an Google: Kostenlose E-Mail Postfächer. Dieser Markt, auf dem sich Yahoo rechtzeitig positioniert hat, bietet noch immer Wachstumspotential von enormer Immensität. E-Mail ist im Kommen, da kannste jeden fragen. Oder einen Kartendienst. Könnte man den geschickt mit einem Smartphone OS kombinieren, dann könnte man AR und Location-based Services anbieten. Von Navigation ganz zu schweigen. Da dürfte künftig einiges gehen.

Wie kann man eigentlich mit solchen Aussagen Manager in einem IT-Unternehmen werden?

Wer hier Sarkasmus und Ironie findet darfs behalten.

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Websperren und die EU

Da glaubten man, das Thema Internetsperren in zähem Ringen mit weitgehend
beratungsresistenten Politiker(Innen) geklärt zu haben und dann kommt
diese §$$&§$% daher und verlangt auf europäischer Ebene genau das
selbe wieder.

Hallo liebe Frau Malmström, die Seiten, die in dieversen Ländern auf
einer KiPo-Sperrliste stehen haben nach allem, was couragierte
Aufklärer heraus finden konnten, nichts mit der bildlichen
Darstellung von Kinderpornographie zu tun. Es handelt sich vielmehr
um ein Sammelsurium von Seiten, die irgendwem aus irgendwelchen
Gründen unbequem waren. Vielleicht 10% der Seiten zeigen Inhalte, die
man als schwerwiegend kriminell bezeichnen kann. Wobei kein Richter
diese Entscheidung gefällt hat sondern Zensurbeamte im stillen
Kämmerlein.

Das, was sie im Internet bekämpfen wollen, liebe Frau Malmström,
findet nicht im Internet statt sondern in der realen Welt. Oder
wollen sie am Ende was ganz anderes bekämpfen als den Mißbrauch von
Kindern?

“Bürgerinitiativen würfen beim Thema Reglementierung des Internets zu
Recht die Frage nach der freien Meinungsäußerung auf, gibt Mahlmström
zu bedenken, betont aber gleichzeitig, dass Bilder, die
Kindesmissbrauch zeigen, könnten “unter keinen Umständen als legitime
Meinungsäußerung gelten” können.”

Das bestreitet wohl auch keiner.

Aber seit wann ist es erlaubt, (mutmaßlich) ilegitime
Meinungsäußerungen einfach präventiv zu sperren? Sowas wird
gefälligst in einem rechtsstaatlichen Prozess verfolgt, die für die
Verbreitung der Inhalte Verantwortlichen werden vor Gericht gestellt
und bei erwiesener Schuld bestraft.
Was illegal ist und was nicht, kann sowieso nur im Rahmen eines
ordentlichen Gerichtsprozesses (mit Unschuldsvermutung und Co.)
festgestellt werden. Das darf kein Polizeibeamter und auch kein
Richter im stillen Kämmerlein “präventiv” übernehmen und dann auch
noch gleich selbst zur Tat schreiten und Sperren veranlassen.
Schon deshalb ist präventives Filtern von Inhalten (aka Zensur)
rechtsstaatlich nicht tragbar.

Ich bestreite nicht, dass eine saubere und ordentliche
Strafverfolgung im Internet aufgrund seiner internationalen Natur
nicht immer leicht durchzuziehen ist. Aber das kann doch nicht als
Rechtfertigung dafür ausreichen, dass man hier bei uns
rechtsstaatliche Prinzipien aufgibt.
Nur ein (vermeintlich) guter Zweck macht Zensur ja nicht
ungefährlicher. Aus gutem Grund ist es keinem Rechtsstaat gestattet
zu entscheiden, was seine Bürger sehen und hören dürfen und was
nicht. Das ist eine Gefahr für die Demokratie!

“Handeln wir nicht, so könnten die Nutzer solcher Websites das
Betrachten derartiger Bilder mit der Zeit womöglich als normal
ansehen.”

Viel größer sehe ich die Gefahr, dass Besitz und Verbreitung
Kinderpornographie durch die immer weiter fortschreitende Aufweichung
des Begriffes langsam aber sicher zu einem “Bagatelldelikt” mutiert.

Auf Kinderpornographie wird bei uns ja nicht, wie der Name vermuten
lassen könnte, die allgemein übliche Pornographiedefinition
angewendet. Es ist also längst nicht nur dokumentierter sexueller
Missbrauch damit gemeint, sondern auch Dinge wie Fotos von spielenden
Kindern am Strand, Mangacomics, Modell-Fotos vom Typ Wäschekatalog
(von vollbekleideten Kindern und Jugendlichen) und nicht zu vergessen
die “Anscheinsjugendlichkeit”, also Darstellungen von volljährigen
Personen, die man für jünger halten könnte, als sie sind usw.

Vielleicht sollte man sich erstmal wieder um klare Grenzziehungen
bemühen, bevor man die ganz schweren Keulen schwingt. Wenn man
nämlich alles immer weiter aufweicht und trotzdem immer heftiger
draufhauen will, dann muss man sich nicht mehr wurdern, wenn
irgendwann die (durchaus stark vorhandene) gesellschaftliche Ächtung
nachlässt und das Verständnis für immer schwerere Strafen sinkt.

Außerdem wäre dann die internationale Kooperation auch wieder viel
leichter. Bei dokumentiertem echten Missbrauch sind sich wohl alle
Staaten der Welt einig. Legal ist das nirgendwo, egal was sich Politiker
über angebliche KiPo-tolerierende Schurkenstaaten zusammenträumen.
Aber weltweit alle anderen Staaten dazu zu bringen, irgendwelche der
oben genannten Dinge zu verfolgen, die übereifrige “Kinderschützer”
bei uns in den letzten Jahren mit echtem dokumentiertem Missbrauch
gleichgesetzt lassen haben, dürfte ungleich schwerer sein.

Andersherum gibt es Staaten, da ist auch jegliche Pornographie mit
erwachsenen Darstellern oder auch nur ganz normale Nacktheit bis hin
zu unverhüllten Fußknöcheln illegal.
Wollen wir uns von solchen Staaten vorschreiben lassen, was bei uns
im Internet verbreitet werden darf? Nein? Dann müssen wir uns auch
bei dem Begriff der Kinderpronographie auf eine Definition einigen,
die von allen Staaten der Welt gemeinsam getragen werden kann.
Und dann kann man auch gemeinsam dagegen vorgehen.

Natürlich wollen auch die Zensurgegner mit allen erdenklichen
Mitteln gegen Kinderpornographie vorgehen – nur dass die Zensurgegner
das Löschen justiziabler Inhalte und die Strafverfolgung in den
Mittelpunkt stellen, während die Zensurbefürworter den Fokus auf die
Sperrung von Internetseiten richten. Gesperrte Inhalte sind
allerdings immer noch physisch vorhanden und die geplanten Sperren
lassen sich von jedem auch nur halbwegs technikaffinen Pädophilen
kinderleicht umgehen. Doch um sachliche Argumente geht es bei dieser
Diskussion offensichtlich auch nicht. Es geht darum, die technische
Infrastruktur für ein umfassendes Sperrsystem zu etablieren, das bei
Bedarf auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden kann. Von China
lernen, heißt Siegen lernen. Es ist erstaunlich, wie bigott Politik
sein kann. Da wird auf der einen Seite Google für seinen Rückzug aus
dem chinesischen Zensurapparat gelobt, während unter dem
Deckmäntelchen der Bekämpfung von Kinderpornographie im gleichen
Atemzug der Aufbau eines nahezu identischen Zensurapparates in der EU
forciert wird.

Wenn jemand Zensur-Infrastruktur etablieren will, drängt sich die
Frage auf, wozu sie verwendet (“missbraucht”) werden kann. Und in der
Politik gibt es fraglos immer die Motivation, die Verbeitung von
unpässlichen Meinungen zu unterdrücken.

Kritikern, die auf diese Gefahr hinweisen, zu unterstellen, sie
würden für die ungehinderte Verbreitung von Kinderpornographie als
Meinungsäußerung eintreten, ist allerübelste, dreckige Demagogie! Ja
im Grunde schon Hetz-Propaganda.

Udo Vetter, bekannt vom lawblog sowie zur Einschätzung zum
Zugangserschwerungsgesetz, hat auf der SIGINT09 meiner Meinung nach
eine der besten Erklärungen um die Einführungen von Websperren
gebracht:

“Die Leute die die ganze Aktion vorantreiben haben ein anderes Ziel.
Es geht darum, nicht Leute die auf solche Webseiten kommen zu
verfolgen, es geht darum, die Angst vor dem Internet zu schüren und
zu begründen. Nämlich mit dem Ziel, das “weisse” und das “schwarze”
Internet zu gründen.

Der Bildchefredakteur hat es ja neulich gesagt, der Geburtsfehler des
Internets ist, das es alles umsonst gibt und jeder mitmachen kann.
Und das ist ein Fehler aus Sicht jener Kreise, der jetzt aufgehoben
werden soll, indem man das “schwarze” Internet mit Stolperfallen so
versieht, dass kein vernünftiger Mensch mehr sich ernsthaft in diesem
“schwarzen” Internet bewegen möchte, einfach weil er Angst hat, dass
irgendwann die Polizei bei ihm vor der Tür steht. [...]

Wir werden einer Angststrategie ins Auge sehen müssen, die einfach
darauf abzielt, den Zugriff auf nicht-freigegebene mit FSK-Logo der
Bundesregierung versehene Seiten nicht mehr zu riskieren. Sie werden
es nach wie vor dürfen, weil man weiss, man kann es nicht verhindern,
aber die Schere wird nicht in Berlin, wird nicht bei der Polizei
angesetzt, sondern die Schere soll in Ihrem Kopf ansetzen!”

Es ist Sache der Strafverfolgungsbehörden, den Missbrauch von Kindern
zu verfolgen und die Veröffentlichung von KiPo zu unterbinden. Mit
Websperren erreicht man nichts von alledem, sondert bindet nur
zusätzlich Ressourcen, die bei der Verfolgung der in diesem
Zusammenhang begangenen Straftaten fehlen.

Bei der aktuellen Gesetzeslage könnte man sich nicht einmal trauen,
inkriminierte Seiten den Behörden zu melden, ohne Angst haben zu
müssen, selbst ins Visier dieser Behörden zu gelangen. Es wäre doch
sicher kein Problem, eine Website zur anonymen Anzeige von
KiPo-Seiten zu schalten. Zum Glück bin ich noch nie in diese
Zwickmühle geraten und hoffe das passiert auch künftig nicht.

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Nazis und die Meinungsfreiheit

Barbara Rosenkranz, Präsidentschaftskandidatin der FPÖ, hat in der Vergangenheit die Aufhebung des NS-Verbotsgesetzes gefordert. Am Mittwoch wurde sie im Ö1-Morgenjournal dazu befragt. Ihre Aussage: Die FPÖ trage das Wort “Freiheit” im Namen und stelle Bürgerrechte an die Spitze ihrer Forderungen. “Ist man für Meinungsfreiheit, dann wird es nicht anders gehen, als dass man absurde, skurrile, verwerfliche Meinungen zulässt.”

Gefragt, ob sie selbst bezweifle, dass es in NS-Konzentrationslagern Gaskammern gegeben hat, sagt Rosenkranz: “Ich habe das Wissen, dass ein Österreicher, der zwischen 1964 und 1976 in österreichischen Schulen war – das ist also mein Wissen von der Geschichte, und daran habe ich überhaupt keine Änderung vorzunehmen.”
(via derstandard.at)

Die Bundespräsidentschaftskandidatin Rosenkranz, welche eindeutig der rechtesten Ecke zuzuordnen ist, will also das NS-Verbotsgesetz auf Grund der Meinungsfreiheit kippen.

Das Problem bei der Forderung nach Aufhebung des Verbotsgesetzes unter dem Titel der “Meinungsfreiheit” ist, dass die Leugnung der Verbrechen nicht einfach nur dem Austausch von Meinungen dient, sondern dass dahinter die Intention steckt, die zugehörige Ideologie salonfähig zu machen.

Klar sagt jeder als Erstes: Die Verbrechen sind doch bekannt, also lasst sie doch reden. Wenn man dann allerdings genauer hinsieht und beachtet, wie viele Menschen empfänglich sind für Verschwörungstheorien, für Unwahrheiten, Verdrehungen, Relativierungen und Ungenauigkeiten, einfach weil sie zu wenig wissen, zu faul sind, sich genauer zu informieren, weil ihnen bestimmte Grundlagen fehlen um bestimmte Dinge richtig zuordnen zu können oder weil sie einfach charakterliche Defizite haben, dann erscheint diese Forderung schon unter einem anderen Licht.

Die Leugner wissen sehr genau, dass sie lügen, die Empfänger der Botschaft lassen sich davon aber einnebeln. Menschen sind leider sehr leicht indoktrinier- und mobilisierbar.

Der Sinn des betreffenden Gesetzes liegt darin, Menschen einzubremsen, die bewusst Geschichtslügen verbreiten, um dann am Ende nicht mit einer Volksmehrheitsmeinung dazustehen, die lautet: “Es gibt ja wohl berechtigte Zweifel daran, dass das alles so schlimm war, so richtig vorstellen kann ichs mir eh auch nicht und eigentlich hatte diese Zeit ja auch ihre gute Seiten, also warum sollte man Parteien, die diese Ideologie vertreten nicht auch zulassen und wählen?”

Ich glaube nicht, dass diese Gefahr heute oder morgen bestünde, aber langfristig gesehen müssen wir sehr wohl aufpassen. Denn sonst wollen wir es am Ende wieder nicht gewusst haben, nichts mehr gemacht haben können oder ja nicht gewesen sein. Wir hatten das schonmal, was lernen die Leute eigentlich inzwischen im Geschichtsunterricht?

Nachdenklich sollte stimmen, dass diese Forderung von einer Person kommt, die dem betreffenden ideologischen Lager sehr eindeutig zuzurechnen ist (nona wird sie dann “Meinungsfreiheit” fordern) und deren Mann einschlägig verurteilt wurde bzw. dessen Parteien verboten wurden.

“Meinungen” sind dort einzuschränken, wo sie keine Meinungen mehr sind, sondern der Manipulation dienen, die anderen Menschen schaden. Oder wo sie Menschen direkt schaden können.

Aus diesem Grund sind bei uns nicht nur die Leugnung der NS-Verbrechen und die Propaganda für die entsprechende Ideologie strafbar sondern u.a. auch
- Verhetzung
- Rassismus
- Üble Nachrede
- Kredit- und Rufschädigung
- Verleumdung

Diese Einschränkungen dienen dazu, die Freiheiten anderer Menschen nicht einzuschränken. Meinungsfreiheit ist kein absolutes Menschenrecht (im Unterschied zb zum Verbot der Folter) sondern ist auch in der Menschenrechtskonvention definiert als ein Ding, das eingeschränkt werden darf, wenn mit der jeweiligen “Meinung” Rechte und Freiheiten anderer Menschen in unzulässiger Weise beschnitten werden.

In der Schweiz ist zb die Leugnung des türkischen Völkermordes an den Armeniern strafbar, weil diese Leugnung nationalistischen Türken dazu dient, die noch existierende Minderheit zu unterdrücken.

Eine Meinung bringt keine Menschen um. Wenn ich mir die Statistik rechter Gewalt so anschaue komme ich zum Schluss, dass es sich hier nicht um eine Meinung handeln kann. Es ist Ideologie, Handlungsaufforderung, Anstiftung und am Ende Mord und Totschlag.

“Meinungsfreiheit” für eine Ideologie zu fordern, unter der Menschen wegen ihrer abweichenden Meinung umgebracht worden sind, halte ich demokratiepolitisch für unzulässig.

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Depp der Woche: Cesar Alierta vs. Netzneutralität

Cesar Alierta, Konzernchef des spanischen Telco-Riesen Telefónica, fordert  eine Beteiligung an den Gewinnen von Google und anderen Internet-Diensten ein.

“Die Suchmaschinen nutzen unser Netz, ohne dass sie irgendetwas dafür bezahlen. Das ist schön für sie, aber schlecht für uns. Aber es ist auch evident, dass dies nicht so weitergehen kann. Wenn aber die Märkte glauben, dass wir bei alldem keinen Cent kassieren werden, haben sie sich komplett geirrt.”
via winfuture.de

Dem Herrn muss man wohl mal das Internet erklären:

  1. Google zahlt für ihre Rechnerfarmen bei den Providern, wo die Rechnerfarmen angeschlossen sind.
  2. So wie jeder bezahlt, der einen Server bei Telefonica stehen hat und von dem sich Google dann die Seiten zieht.
  3. Normalerweise zahlen alle beiden sowohl den Incoming- wie den Outgoing Traffic.

ES IST ALSO BEREITS ALLES BEZAHLT!

Telefonica: Vera****en können wir uns allein.

Ungerechtigkeiten können nur entstehen, wenn ein Provider viel Traffic durchleitet (also zu einem anderen Provider schickt), ohne dafür irgendwo kassieren zu können. Wenn ihr jetzt meint, der Traffic bei euch wäre unfair verteilt, dann richtet euch mal an eure Peering-Partner, sprich die anderen Provider. Da ist das Problem zu lösen. Ansonsten wollt ihr euch nur die Möglichkeit schaffen, bei jemandem zusätzlich zu kassieren. Und weil ihr den Endkunden alle Flat-Rates eingeräumt habt (und daher dort nicht mehr sauber abrechnet), versucht ihr jetzt an die größten Töpfe zu kommen.
Schämt Euch!

Danach wird mit Sicherheit der Versuch kommen, Pakete zu priorisieren und dafür extra zu kassieren. Das Netz lebt aber von seiner Netzneutralität (ein Paket ist ein Paket ist ein Paket) und ich will kein Netz, das so organisiert ist wie das Kabelnetz, wo an allen möglichen Stellen zusätzlich kassiert wird. Das ist Dreck, der weder mir als Kunde noch den Fernsehsender als Einspeiser einen einzigen Vorteil gebracht hat. Profitiert haben nur die Kabelkonzerne. Niemand sonst.

Dieser Dampfplauderer stützt sich auch noch auf eine DPA Meldung nach der 6 % des gesammten spanischen Internetverkehrs von Google verursacht wird.

DAS IST FALSCH!
Aber sowas von.
Google bietet nur an.
Google ist kein Broadcastingdienst, der pro forma alles was sie haben permanent auf sämtlicher zur Verfügung stehender Bandbreite in das Internet rausjagt.
Den Traffic verursacht der Endkunde, der google.com und Konsorten aufruft. Und dieser Endkunde zahlt bereits dafür, dass er das aufrufen kann.

Nur mal zum Überlegen: Wenn der Endkunde nicht google.com aufruft, sondern bing.com dann verursacht auch nicht MS mit bing den Traffic, sondern der Providerkunde ruft den Content ab.

Fakt ist: Der Kunde des Telekomproviders ruft eine Leistung ab, die ohne seine Anforderung gar nicht gesendet werden würde. Also würde ohne den Kunden gar kein Traffic enstehen. Der Kunde zahlt aber schon dafür. Also ist der Traffic im Endeffekt bereits bezahlt. Wenn die Kalkulation dieses Traffics bei den Providern und allem was daran hängt nicht aufgeht, dann ist das ein Fehler im System, aber nicht googles oder irgendeines anderen Unternehmens  Schuld.

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Wer nichts zu verbergen hat, hat bereits alles verloren!

Die Bürgerrechte und die persönlichen Freiheiten werden (spätestens seit dem 11. September 2001) zunehmend eingeschränkt. Unsere hart erkämpften Grundrechte – die Grundlagen unseres demokratischen Staates und unseres Zusammenlebens – werden zugunsten “der Sicherheit” geopfert. Dafür gibt es eine Vielzahl von Beispielen. Doch wo bleibt der empörte Aufschrei der Bürger, der Medien oder der Justiz? Er bleibt weitgehend aus!

Beinahe alle führenden Politiker in unserem schönen Land haben nicht den Hauch einer Ahnung davon, was eine Festplatte oder eine IP-Adresse ist. Das Internet ist ihnen weniger vertraut als manch rüstigem Rentner mit veraltetem Heimcomputer, doch eines ist diesen Herren trotz ihres mangelnden Verständnisses der technischen Zusammenhänge und Inhalte völlig klar: Die Bedrohung, die vom Internet für unsere Gesellschaft ausgeht, rechtfertigt eine eingehende Überwachung und Überprüfung sämtlicher User. Auf die Nachfrage was man denn nun genau überwachen und kontrollieren müsse, können diese Herren keine Antwort geben – es fehlt eben das Verständnis – aber die “erhöhte abstrakte Bedrohungslage durch den globalen Terror” rechtfertige schlichtweg jede Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit. Nebenbei ist das Internet in den Augen dieser Herren ohnehin nur ein Sammelbecken von Terroristen und Pädophilen – welcher Bürger will sich angesichts dieser Gefahren denn ernsthaft einer stärkeren Überwachung entgegenstellen? Überhaupt ist doch derjenige, der angesichts all dieser Bedrohungen noch von Freiheitsrechten faselt, ein realitätsferner Träumer, der überhaupt nicht begriffen habe, dass der Islamismus (und der Ökoterrorismus und das organisierte Verbrechen und Kinderpornoringe und …) unsere Gesellschaft in den Grundfesten erschüttert und deshalb ALLE Mittel recht sind, um gegen diese Bedrohung anzukämpfen.
Zudem ist es doch so – zumindest in der Rhetorik unserer Politiker -, dass Sie als unbescholtener Bürger doch gar nichts zu befürchten haben, da sie auch nichts zu verbergen haben. Die Gesetze treffen doch nur die, die sich gegen unsere Gesellschaft wenden. Das Primat von Sicherheit vor Freiheit ist fest in den Köpfen unserer Politiker verankert.

Für mich ist eine solche Politik völlig untragbar. Doch leider bleibt der kollektive Aufschrei aus. Deshalb ist es an uns Bürgern uns aktiv gegen die staatliche Kontrollsucht und gegen den “Goldrausch” der Datensammler zur Wehr zu setzen. Wir müssen uns wehren wenn unser ganzes Leben gefilmt wird, wenn Behörden ständig wissen wann und wo wir sind, wenn Konzerne wissen, was wir wo einkaufen, wenn unsere Daten munter vom Staat oder den TELCOS weitergereicht werden, wenn Globalisierungsgegner in Terror-Datenbanken auftauchen. Wenn schon sonst niemand für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung eintritt, dann müssen wir es eben selbst tun. Und vielleicht sollten wir gleich damit beginnen, dass wir unsere Payback-Karte schreddern und unser Profil bei Facebook löschen, dass wir zurückhaltend mit unseren Daten umgehen und nicht in jedem Chatroom alles von uns preisgeben. Dann sollten wir unsere Abgeordneten mit E-Mails bombardieren, damit sie für unsere Bürgerinteressen eintreten und wenn sie das nicht tun dann können wir sie immer noch abwählen, denn noch sind WIR der Souverän. Das sollte uns bewusst sein und daran sollten wir unsere gewählten Vertreter bei jeder Gelegnheit erinnern.

Es sollte mal gesagt werden, dass man nicht wahnsinnig oder irre ist (oder sich auf die Seite der Terroristen oder gleich der Kinderschänder stellt), wenn man gegen die absolute Überwachung ist, wenn man sagt, dass die Welt immer sicherer wird und nur einige wenige Brandbeschleuniger (vor allem Politiker) uns das Gefühl ewiger Angst einimpfen wollen. Unsere Freiheit und die Tatsache, dass unser Staat die Grund- und Menschenrechte (noch) achtet, dass Dinge wie die Unschuldsvermutung bei Strafverfahren oder das Folterverbot gelten haben unsere Eltern und Großeltern mit ihrem Leben teuer bezahlt. Unzählige Kriege wurden hier für diese Rechte ausgefochten und zahlreiche Konflikte und Kriege drehen sich heutzutage immer noch um genau dieses Thema! Wir dürfen diese Errungenschaft nicht leichtfertig hergeben, nur weil die Medien und einige Hetzer aus den Parteien dies für die wünschenswerte Zukunft halten!

Die Kriminalität sinkt entgegen der manchmal auftretenden Vermutung Jahr für Jahr, wofür also braucht man eine höhere Überwachung? Hier passt die Panikmache vor dem Terrorismus recht gut, dabei ist die Chance an einem Terroranschlag zu sterben schwindend gering, so ziemlich jede andere Todesart ist wahrscheinlicher. Der Terrorismus kann uns so gut wie nichts anhaben und dient den Politikern nur dazu den Bürgern Angst und sie somit gefügig zu machen. Menschen bewerten die Wahrscheinlichkeiten von schlimmen Vorfällen, die selten auftreten oft über (Terrorismus, Amoklauf etc), während sie weniger eindrucksvolle Unfälle mit höheren Wahrscheinlichkeiten unterschätzen (einen Autounfall erleiden oder sich beim Heimwerken schlimm oder sogar tödlich zu verletzen). Eine Folge sollte auf keinen Fall sein, dass Bürgerrechte aufgehoben werden, Bürger ausspioniert werden oder gar so etwas wie Folter erlaubt wird. Wenn man meint, man hätte nichts zu verbergen und deshalb könnte jeder überall alles bei ihm einsehen lebt schon an der engen Leine oder weiß nicht so genau worum es geht. Man möchte nicht festgenommen oder ausspioniert und entrechtet werden, nur weil man nach den falschen Begriffen gegoogelt hat und deshalb als verdächtig gilt. Das Wort Terrorverdächtiger beinhaltet sogar, dass jemand nur verdächtig ist, d.h. auch unschuldig sein könnte. Im Kopf hat man allerdings ein anderes Bild.

Jeder Mensch hat ein gutes Recht auf Privatleben. Es ist keine schöne Vorstellung draußen bei jedem Schritt von Kameras überwacht zu werden, dass E-Mails von Dritten gelesen, sowie Handy- und Telefongespräche abgehört werden und sämtliche Internetseiten die man besucht hat abgespeichert werden und das auch, wenn man nichts zu verbergen hat. Fingerabdrücke und DNS-Proben werden gespeichert. Wozu? Sieht der Staat alle Bürger potenziell als Feinde, die man am laufenden Band überwachen muss? Bei der Einschränkung der Rechte zugunsten der Sicherheit kann es leicht zu einem Missbrauch kommen.

“Nine-eleven” hat die Welt verändert wie kaum ein anderes Ereignis der vergangenen zehn Jahre. In einer Zeit, die aus Sicht des einzelnen Bürgers, aber auch aus Sicht des Staates so sicher ist wie keine andere je war, haben sich Bestrebungen durchgesetzt, deren Ziel darin besteht, Überwachung und Kontrolle flächendeckend zu etablieren, Bürger- und Menschenrechte fallweise außer Kraft zu setzen und die freiheitlichen Komponenten des Rechtsstaates nach und nach zu demontieren. Wenn man so will, haben die Terroristen ihr Ziel erreicht, nämlich die (teilweise) Beseitigung der westlichen Demokratien bzw. ihrer Prinzipien. Diese Demokratien waren und sind selbst Beihelfer dieser Tat.

Vorratsdatenspeicherung, intensive Sicherheitskontrollen an Flughäfen, Videoüberwachung, Bundestrojaner, ePass, Fingerabdrucksspeicherung, zentralisierte Datenbanken, Lauschangriff, Mailfilter, verschärfte Waffengesetze, Internetzensur und vieles andere mehr – der Staat hat mit Beihilfe der EU während der letzten Jahre ein ganzes Arsenal von Maßnahmen installiert, die mehr oder weniger mit dem “Kampf” oder “Krieg” gegen “den Terror” begründet werden, der allerdings Österreich mitnichten erreicht hat.
Sicherheit und Prävention sind die Schlagworte, die als Begründung für diverse Methoden immer wieder angeführt werden. Mithin sind sich selbst honorige Rechtswissenschaftler nicht zu schade, auch Folter als präventive Maßnahme zu favorisieren; sie argumentieren damit im Fahrwasser von Propagandaunterhaltung wie der Fernsehserie “24″. Gefoltert wird längst, Menschen werden festgenommen, verschleppt und monatelang drangsaliert, es genügt, “Terrorverdächtiger” zu sein, eine sehr diffuse Kategorisierung, unter die viele fallen können, Begründungen sind zumeist nicht erforderlich. An Flughäfen werden Bürger mit “ausländischem” Aussehen oder orientalisch klingenden Namen intensiver durchsucht als andere Staatsbürger. Feindbilder sind entstanden, eine neue Zwei-Klassen-Gesellschaft hat sich etabliert: Der unbescholtene (unverdächtige) Bürger steht dem “Terrorverdächtigen” gegenüber. Letzterer genießt seine Rechte bestenfalls eingeschränkt, in vielen Fällen aber überhaupt nicht mehr. Der Schritt vom einen zum anderen aber wird immer kürzer.
Gleichzeitig wird ein ganzes Volk unter Generalverdacht genommen. Die Unschuldsvermutung ist ausgehebelt, und während sich Gutmenschen die Verfahrensweise schönreden, indem sie den idiotischen Satz “Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten” kolportieren, dringt der Staat mit Videokameras, Abhörmaßnahmen und Internetkontrolle in die Privatsphäre auch Unverdächtiger ein. Der nützliche Idiot liefert willfährig seine Fingerabdrücke ab, ohne einer Straftat verdächtig zu sein, lässt seine biometrischen Daten in Pässe einschweißen (obwohl es ja keinen einzigen Fall von Terroristen gab, die mit gefälschten Pässen unterwegs waren), nimmt die Speicherung seiner Kommunikationsdaten “auf Vorrat” hin und grinst unentwegt in omnipräsente Minikameras, die mit gewaltigen Datenbanken und hochintelligenter Software verknüpft sind.

Obwohl sehr viel mehr Menschen durch Grippe, Verkehrsunfälle und am Rauchen sterben, nimmt der Bürger hin, dass seine Privatsphäre beschnitten wird, um einem Szenario zuvorzukommen, das es weder gab, noch jemals geben wird. Die meisten Terroranschläge finden in jenen Staaten statt, die von den USA aufgrund unhaltbarer Annahmen angegriffen wurden – Massenvernichtungswaffen wurden jedenfalls nicht im Irak gefunden. Das totalitäre Saudi-Arabien erlebt exorbitant mehr Terror als Österreich und alle anderen westeuropäischen Staaten zusammen – und zeigt damit eindrucksvoll, dass flächendeckende Überwachung keine Prävention gegen Taten sein kann, bei denen die Täter alles zu riskieren bereit sind.
Die Entwicklung ist auch längst noch nicht beendet. Großbritannien demonstriert, was uns erwartet. Ganz nebenbei dient dort die flächendeckende Videoüberwachung auch noch dazu, “sozialschädliches” Verhalten zu ahnden. Der Verzicht auf Privatsphäre ist aber ein zu hoher Preis für die Aufklärung von Bagatelldelikten. Freiheit ist ein Wert, der nur im extremen Ausnahmefall zur Disposition stehen darf. Menschen dürften und sollen Geheimnisse haben, das ist ein Bestandteil des Menschseins. Der veröffentlichte und generalüberwachte Mensch aber ist nicht mehr frei.

Wem gilt der “War on Terror”? Wer sind “die Terroristen”? Und vor was müssen wir uns wirklich fürchten: Terror durch ominöse, schemenhafte Fundamentalisten oder Unterdrückung und Überwachung durch einen realen, allmächtigen Staat?

“Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren”, wusste schon der große Benjamin Franklin.

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ACTA vs. Demokratie

Wie lange plagt ACTA uns jetzt schon? Viel zu lange, würde ich sagen.
Lange genug, dass sich kaum noch jemand die Mühe macht, überhaupt
noch dagegen zu argumentieren. Zuhören tut ohnehin niemand, also was
solls. Abgesehen von der ACTA-Lobby sind hier ohnehin fast alle
einig wo das Ding hingehört, nämlich auf den Müllhaufen der
Geschichte – oder zumindest in die Öffentlichkeit.

Ernsthaft, wann hat man eigentlich vor, uns über den Inhalt zu
informieren? Am Tag des Inkrafttretens der entsprechenden Gesetze? Am
Tag ihrer Durchsetzung? Und warum hat niemand der Beteiligten den
Arsch in der Hose, das Ding wenigstens “zufällig” auf einem USB-Stick
im Zug zu vergessen, gerade die Engländer haben doch sonst schon
alles an Daten verloren, was man sich vorstellen kann?

Wenn Demokratie so aussieht, dass man hinter verschlossenen Türen im Geheimen Dinge diskutiert,
vereinbart und letztendlich in Gesetze zu giessen versucht, dann hat
die EU mit der Demokratie nix am Hut ausser das sie vorgibt
demokratisch zu sein.

Eine “Speziallösung” soll es der Europäischen Union ermöglichen, das
hinter verschlossenen Türen diskutierte internationale
Anti-Piraterie-Abkommen ACTA abzuschließen, ohne vorher
strafrechtliche Sanktionen in der Gemeinschaft zu harmonisieren.

Hübsche Salamitaktik abseits jeglichen demokratischen Gedankens und
Vorgehens.

Aus meiner Sicht unterscheidet sich das konspirative Vorgehen dieser ACTA-Schergen
nicht von den Entscheidungspfaden eines Osama Bin-Ladens, der RAF oder einer
beliebigen “außerparlamentarischen Opposition”. Und da sie, ebenso wie die anderen Genossen,
Gewalt (in diesem Fall sogar missbräuchlich *staatliche* Gewalt!) zur Durchsetzung
ihrer Ziele einsetzen, sehe ich sie als Terroristen an – Terroristen in Nadelstreifen.

Gerade die vorsätzliche und vollkommen illegitime Vermischung tatsächlich gefährlicher
Produktfälschungen mit dem Kinderkram eines sich im Todeskampf befindlichen Geschäftsmodells
von faulen “Rechte-Bonzen”, die in ihrer Unfähigkeit zum Wandel nun den Rechtsstaat
terrorisieren und den Fortschritt verhindern wollen, macht deutlich, dass hier ein Anschlag
auf unsere freiheitlich demokratische Grundordnung in vollem Gange ist. Hier verschafft
sich eine kleine Feudalisten-Gruppe noch verdeckt illegitime Rechte, die hinterher mit
dem staatlichem Machtmonopol durchgesetzt werden sollen.

Das Urheberrecht existiert dazu das jemand aus einem von ihm publizierten Werk
(Musik, Film, Literatur pp) entsprechende Einnahmen erzielt und die
ihm passende Veröffentlichungsmethode wählen kann. Wenn dem Urheber
danach ist kann er seine Einnahme-Möglichkeiten von einer ihm
genehmen Institution vertreten lassen. Die Institution wird dann vom
Urheber durch eine Gebühr, Beitrag pp finanziert.
Diesen Grundsatz sehe ich als völlig legitim an.

Was mir aber abgeht sind folgende Sachen:
1. Die Content-Industrie überläßt die Unkosten für wirksame
Schutzmaßnahmen gegen illegale Kopiererei den Staaten und Medien in
denen sie vertreten ist.
2. Wackelige oder anfällige Vertriebswege werden weiterhin fleißig
bedient (Preisfrage: Warum eigentlich im Internet verbreiten wenn man
auch die Musik-Läden hat?)
3. Der Kunde, an dem man ans Portemonnaie will wird erstmals
kriminalisiert und unter Generalverdacht gestellt nach dem Motto: Du
kaufst gerade ein Messer also wirst Du deshalb bereits als Mörder
verurteilt.
4. Die Kosten für den Marktschutz will die Content-Industrie Dritten
in voller Höhe aufbrummen. Dazu kommt noch das verschlafene Märkte
alleinig für die Content-Industrie geschützt werden sollen damit neue
Marktmodelle kommen können.
5. Die Content-industrie argumentiert völlig irrwitzig mit frei
erfundenen sog. “Verlusten” und fragt auch nicht danach ob der Kunde
auch gekauft hätte.
6. Diese “Verhandlungen” kommen erst nachdem die Content-Industrie
Ansprüche bei Gerichten nicht mal belegen kann.

Insgesamt geht es der Content-Industrie eher um Markt-Schutz und die
Abwälzung von Unkosten, die sie normalerweise selbst zu tragen hätte,
an Dritte.

Der Hintergrund ist eindeutig: Die Gewinne müssen immer stärker
sprudeln damit die Content-Industrie nicht am Hungertuch nagen muß.
Natürlich mit dem geringstmöglichen eigenen finanziellen Aufwand.
Damit entfernt die Content-Industrie sich aber immer stärker auch vom
Grundgedanken des Urheberrechts an sich, die meisten Künstler selbst werden
weiterhin mit Hunger-Gagen abgespeist, den Reibach fährt alleine die
Content-Industrie ein.

Bei all dem Gerede über die bösen Downloader und Filesharer, klar die
Conten-Industrie braucht Ihre Waffen im Kampf gegen die Bösen, aber hat die
Industrie mal darüber nachgedacht, das das “Nicht Kaufen” von Musik-
oder Film Medien ein Antwort der Kunden auf die Qualität der Ware
sein könnte?
Vielleicht ist auch den Kunden einfach die Ware zu teuer, und deshalb
verkauft sich in der Weltwirtschaftskrise einfach weniger von
Ihren Produkten.

Blick in die Zukunft:
Irgendwann wenn der letzte Minister oder Bürgervertreter umgekippt
ist hat die Medien Industrie das erreicht was sie will. Ein zensiertes
überwachtes Internet, ohne Filesharing , Rapidshare und anderem.
Wenn dann noch immer zuwenig verkauft wird, wird per Gesetz ala GIS
eine Grundabgabe von jedem Bürger eingezogen (es sei den er kann
beweisen, das er keine Musik hört oder Filme sieht) und unter den
großen verteilt. Man muss ja die Grundversorgung mit schlechter Musik
und banalen Filmen sicher stellen.

Warum unsere Volksvertreter nur die Industrie vertreten verstehe
ich wirklich nicht, es zeigt nur die Arroganz gegenüber seinen
Wählern.

Darf man die Tage Kleidung nicht mehr bei “KIK” kaufen ?
Vielleicht reicht ja ein großes Modelabel mit eigener Kette auch noch ein Gesetz ein,
um die Produktion hochwertiger Kleidung zu gewährleisten.

Und irgendwann dann mal Knast:
“Na, wegen was sitzt du denn?”
“Drei Jahre wegen Totschlag, ich komm nächste Woche raus. Und du?”
“Lebenslänglich wegen Urheberrechtsverletzungen.”

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Musikindustrie fürchtet wachsende Bedrohung durch P2P

Die Musikindustrie ist bedroht. Keine Frage. Ihre Wachstumszahlen
stagnieren. Soll heißen: Das Wachstum wächst nicht mehr sondern wird
kleiner. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie jedes Jahr weniger
Geld haben. Es bedeutet, dass sie jedes Jahr weniger mehr Geld haben
als im Vorjahr, wenn man das prozentual sieht. In absoluten Zahlen
wachsen sie immer noch schneller als das BIP.

Was die Damen und Herren von der Musikindustrie (trifft aber auch auf
andere Zweige der Wirtschaft zu) nicht verstehen wollen ist, dass es,
selbst wenn es Wachstum gibt, dieses in der eigene Branche nicht
ständig über dem Wachstum des BIP liegen. Erst recht nicht wenn alle
branchen das versuchen.

Und es gibt noch was. Seit wir in die Epoche der Reproduzierbarkeit
eingetreten sind, wurden Dinge kopiert. Und seit es Tonbänder gibt,
wurden diese auch vervielfältigt. Mittlerweile kann man Informationen
nahezu kostenneutral vervielfältigen.

In den 1980er Jahren hat man sich gegenseitig Kasetten aufgenommen.
Die Erfindung des Doubletapes kam einer Superkopiermaschine gleich.
Man konnte damals darauf auch Computer Datasetten duplizieren. Single
speed, aber immerhin.

In den 1990er Jahren war das mit den Schallplatten und den Kasetten Historie und
die Musik wanderte auf CD. Uns hat dabei seltenst die
schlechtere Qualität gestört, weil – so ist das halt mit Menschen -
die meisten sind keine Audiophilen-Klangwelt-Liebhaber, die meisten
hören Musik nur nebenher zwecks Berieselung oder um einfach wohlig in
Musik getaucht besser arbeiten zu können.
Ob da die Höhen brilliant sind ist egal. Und wenn ich im finsteren
Tale mit meinem transportablen Kasettenspieler unterwegs war, so war
es doch vollkommen egal ob der Sound nicht quadrophonisch korrekt aus
der Dose kam. Hauptsache das Ding eiert nicht.

Mittlerweile hab ich natürlich einen MP3-Player. Dank dieser Player
ist nun auch die Kopie von der CD wieder deutlich
besser als der eiernde Kasettenspieler. Und so wie früher Kasetten
die Hände wechselten, wechselten alsbald CD-Kopien auf Rohling die
Hände und heute wird P2P getauscht. Auf den Schulhöfen und auf
Parties wird heute aber ganz anders getauscht. Jenseits von
Rapidshare.

Da ist eine Party angesagt und natürlich bringt man dann auch mal
seine Musik mit. Die tragbare 500 GB Platte macht’s möglich. Die wird
dann schnell eingestöpselt am Party Ort und die Musik erschallt von
der mitgebrachten Platte. Nebenbei kann man auch schnell mal ein paar
Alben von der einen Platte auf die andere Platte schaufeln.

Auf diese weise Wechseln Gigabytes die Besitzer, da würde man alt und
grau wollte man das P2P oder mit Rapidshare machen. Die paar Filme
vom Wochenende kann man auch gleich rüberschieben. Wobei das mag
schon fast wieder legal sein. Sind es doch oft einfach Videoaufnahmen
aus der Glotze.

Wasser findet immer einen Weg – mit der Verbreitung von Musik verhält
es sich nicht anders.
Genau so wenig, wie ein Gesetz bewirken könnte, das Wasser aus
eigener Kraft nach oben fliesst, genau so wenig kann es bewirken, das
Musik sich nicht mehr verbreitet.

Statt dessen bewirken die Massnahmen nur eine zunehmende Verstörung
der zahlenden Kundschaft.

Beispiel Avatar – wären zahlende Kinogänger wegen Digital Restriction
Management nix zu sehen kriegen und einen Abend für die Tonne
verbracht haben ist der Streifen auf einschlägigen Seiten schon zu
finden.

Der einzige Weg, die “illegale” Verbreitung zu verhindern ist es den
Kram erst gar nicht zu veröffentlichen – in Bezug auf mittlerweile
etwa 90% der “Ergüsse” der MI wäre das sicher auch aus anderer
Hinsicht das Beste gewesen…

Da werden x Künstler die sich gleich anhören gepuscht auf Teufel komm
raus. Abwechslung ist wirklich schwer zu finden. Der kurzfristige
Erfolg scheint ja da zu sein, aber es scheint selten ein Künstler
eine zweite oder gar dritte CD produzieren zu dürfen. GGf. liegt es
auch daran, dass die Künstler häufig keine mehr sind, sondern nur die
Kompositionen eines Produzenten trällern dürfen. Da ist es dann auch
kein Wunder, dass sich alles gleich anhört. Natürlich kann man mit
anspruchsvollen Künstlern ggf. keine tollen Quartalsergebnisse
zaubern, weil diese einfach 1 – 4 Jahre für ein neues,
abwechslungsreiches, gutes Album brauchen, aber dieses dürfte dann
auch entsprechende Umsätze einfahren und auch entsprechende
Stückzahlen absetzen.

Ach ja Stückzahlen, durch die Absenkung der
notwendigen Stückzahlen (ich glaube um 2003) für eine goldene
Schallplatte sollte dem Verbraucher wieder “Qualität” vorgekaugelt
werden. Nur hat leider kaum jemand die Vorgaben erfüllt. Kommt nun
jemand daher, der außerhalb des markterforschten Mainstreams singt,
hat der kaum eine Chance. Es sei denn er verbereitet sein Musik per
Internet und wird nachgefragt. Dann kommt die Musikindustrie,
wie die Zuhälter, aus der Ecke und will den Künstler unter Vertrag nehmen.

Weiterhin werfen sie die Jugend mit den “Hits” doch gerade zu tot;
egal ob auf den Musiksendern oder Radiostationen werden die Hits, je
weiter oben in den Charts, um so häufiger gespielt, ja sogar so
häufig, bis die Ohren bluten. Und dann wunder man sich, dass man die
Singles kaum noch kauft, wenn man es doch an jeder Ecke von morgen
bis abends kostenlos hören kann. Und die Aufzeichnung eines digitalen
Radioprogramms ist ja rechtlich und zeitlich kein Problem.

Ich glaube die Schraube wurde sprichwörtlich überdreht und nun ist
der Markt kaputt optimiert.

Wir müssen uns eine neue Art der Entlohnung von Kulturschaffenden
zulegen. Und die Methoden und Ideen der Musik-Industrie taugen da
nicht. Offenkundig handelt es sich bei diesen Vertretern allesamt um
Schokoladen-Weihnachstmänner (innen hohl).

Selbst wenn die Musikindustrie so weit gehen könnte, dass die Musik
nur noch analog kopiert werden könnte, die Leute würde sie dann
dennoch in MP3s umwandeln und tauschen. Oder wie früher Analogkopien
tauschen. Der Geist ist aus der Flasche und ihn zurückzustopfen wird
nicht gelingen. Man könnte auch sagen: Die Büchse ist auf, now live
with it.

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Kulturstaatsminister: “Es gibt kein Recht auf Privatkopie”

Dieser Meinung ist Bernd Neumann (CDU), der deutsche Kulturstaatsminister….

Ich soll mir also eine CD zweimal kaufen, wenn ich sie im Auto
*und* im Wohnzimmer hören will – oder ein CD-Mäppchen permanent hin
und her schleppen?

Und wenn mein Freundin sagt: Ey , coole Musik, die will ich auch
hören, dann stiefel ich in den Laden und kauf für sie ne dritte CD,
weil sie die Musik ja vielleicht hören möchte, während ich sonst wo
unterwegs bin?

Ja nee – is klar. Mach ich, Herr Kulturstaatsminister. Kein Thema.
Für die Kreativen tu ich doch alles. Und weil die von jeder CD ja
nur einen Bruchteil abbekommen (mmh – wer kriegt eigentlich den
Rest?), kauf ich CDs ab sofort nur noch im Dutzend. Hätte ich auch
von selbst drauf kommen können. Danke noch mal Herr Kulturdingens

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Idiocracy, you’re welcome!?!

Mit Besorgnis blicke ich über den großen Teich. Denn wenn es stimmt, dass gesellschaftliche Entwicklungen mit Verzögerung irgendwann hier in Europa ankommen, dann gute Nacht.

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich erwarte von jemandem, der das reichste und mächtigste Land der Welt führen will bzw. wollte (McCain) ein gewisses Grundmaß an Intelligenz, sowie Kenntnisse in Politik und Ökonomie. Ein bisschen Geographie wäre auch nicht schlecht.

Stattdessen versuchten sich die beiden Politiker gegenseitig den Begriff “elitär” an den Kopf zu werfen. Als ob es “per se” ein Übles wäre, einer Elite anzugehören.

Sicherlich, wir wollen nicht zurück in die Zeiten, als nur reichen oder besonders intelligenten Menschen der Weg zu den Fleischtöpfen der Gesellschaft erlaubt und Bildung zur Abgrenzung gegen das “dumme” Fußvolk benutzt wurde. Aber irgendwie beschleicht mich gerade das Gefühl, dass das Pendel gerade in das entgegengesetzte Extrem ausschlägt.

Ich meine, es ist ja schön, dass man zumindest versucht, auf Gebieten, auf denen man sich nicht auskennt, sich irgendwie eine Meinung zu bilden. Aber wie um Gottes willen kann man denn glauben, dass jede Meinung gleichwertig ist? Wie kann man glauben, dass “ich hab mal da was in der Zeitung und im Fernsehen gesehen” auch nur annähernd gleichwertig ist zu einer fundierten Meinung, die auf einer jahrelangen Ausbildung und Berufserfahrung beruht? Das ist doch ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die Bildung noch für ein erstrebenswertes Gut halten. Bildung war gestern, heute zählt die Meinung und mag sie noch so bescheuert sein.

Das funktioniert schon in einem Elektronikladen nicht und in der Wissenschaft und in der Medizin soll auf einmal jedes Hirngespinst diskutiert werden? Muss ich wirklich heutzutage ernsthaft “die Erde ist eine Scheibe” diskutieren? Muss ich rassistische oder frauenfeindliche Meinungen ernst nehmen?

Was ist denn das für ein Form von falsch verstandener Meinungsfreiheit?

“Man wird ja mal eine eigene Meinung haben dürfen” wird dann als Totschlagargument verwendet. Wie bescheuert ist das eigentlich, die mühsam unter Blut und Tränen errungene Meinungsfreiheit zu verwenden, um die Grundlagen dieser Meinungsfreiheit, die Prinzipien der Aufklärung auszuhebeln. Das Ziel der Aufklärung war es Kritik und Vernunft als Grundlage des menschlichen Denkens durchzusetzen und eben nicht blinder Glaube und Gehorsam. Zeugt es denn von kritischem Denken, wenn man sachliche Argumente von sich abprallen lässt oder trotzig erwidert: “Ich hab aber meine eigene Meinung”, wenn man sich argumentativ in die Ecke gedrängt sieht? Sind wir jetzt eine Gesellschaft trotziger Kleinkinder, wo jeder mit dem Fuß aufstampfen und brüllen kann: “Ich hab trotzdem recht und Du bist doof?” Ist die Gesellschaft so weit, dass Ihr grundsätzlich die Kritikfähigkeit abgeht bzw. dass Kritik sogar als anstößig empfunden wird? Die Welt wird kein besserer Ort werden, wenn keiner es wagt, das Maul aufzumachen und Blödsinn auch mal Blödsinn nennt.

Eine Gesellschaft, in der alle darauf achten, bloß keinem wehzutun und sich in sinnentleertem Wohlfühlgeschwurbel ergehen und das auch noch für weiß Gott wie sachlich halten, während am Rand die Feinde der Aufklärung unbehelligt am Ast sägen, auf dem wir alle sitzen, die darf nicht wundern, wenn sie an ihrer eigenen Bequemlichkeit und Feigheit erstickt.

Ein Politikwissenschaftler, der noch viel mehr unter dieser Meinungsdiktatur zu leiden hat, meinte mal frustriert: “Ich möchte solchen Leuten ins gesicht schreien: Dann hab erst einmal eine eigene Meinung. Das meiste ist doch nur dumm irgendwo aus dem Fernsehen nachgelabert.”

__(‘Move on »’)

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Depp des Tages: US-Richter Richard Posner will die Grundfunktion des Internets verbieten!!

Der US Richter Richard Posner vom Obersten Berufungsgericht will doch tatsächlich das verlinken von Inhalten dritter im Internet – ohne ausdrückliche Genehmigung des Rechteinhabers - verbieten lassen. Mr. Posner muss wohl ein guter Freund von Warren Buffett sein, denn dieser mokiert sich schon seit längerem über kostenlose nachrichten im Internet und das seine New York Times immer weniger verkauft wird.

. . . the economic potential of a newspaper Internet site — given the many alternative sources of information and entertainment that are free and only a click away — is at best a small fraction of that existing in the past for a print newspaper facing no competition.  (Warren Buffett, 2006 Chairman’s Letter)

Ich muss hierbei Mr. Buffet eindeutig zustimmen. Um es mit den Worten von Nelson Muntz zu sagen:  “Your media is dying”.

Mit den Printmedien passiert das selbe wie der Musik-Industrie, sie haben einfach nicht früh genug das Potential des Internets erkannt und wehren sich nun wie ein Kleinkind strampelnd mit Händen und Füßen und schreien nach dem Gesetzgeber der sie doch bitte bei ihren Interessen unterstützen soll. Aber das ist nun einmal der Lauf der Dinge, oder wäre es damals klüger gewesen die Eisenbahnen oder gar die Autoindustrie zu verbieten damit die Kutscher nicht ihre Einnahmen verlieren? Wäre damals wohl einer der größten Kutschen-Unternehmer der USA ein guter Freund des Obersten Richters gewesen könnte ich mir so einen Blödsinn sogar noch vorstellen, damals gab es aber das Lobbying in der Politik noch nicht in so einer ausgeprägten Form wie Heute.

Jedenfalls will nun der Herr Posner die Grundfunktion des Internets, das verlinken, nur durch Genehmigung des Betreibers der zur verlinkenden Seite erlauben. Wie er das überhaupt überwachen will hat Richter Posner zwar noch nicht erklärt, aber mit seinen 70 Jahren kennt er das Internet vermutlich eh nur vom Hörensagen, seinen Blog wird wohl ein Sekretär auffüllen. Sowohl Google als auch jeder gewöhnliche Internet-Nutzer müssten sich bei einer solchen Änderung des Urheberrechts für das manuelle oder automatische Setzen jedes Links eine entsprechende Erlaubnis einholen. Dies würde allerdings im Endeffekt dazu führen, dass sich das WWW wieder zur Funktionsweise der frühen Mailboxen zurückentwickelt und der durch es entstandene technische Fortschritt in der globalen Kommunikation verboten würde.

Daher, mein Depp des Tages….

facepalm4

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